
Wahlkreis 20 (Wewer - West) 
Wewer hat in den letzten Jahren einen enormen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen gehabt. Sowohl das große Neubaugebiet "Westlich des Delbrücker Weges" als auch das Gewerbegebiet Barkhausen haben an Größe beachtlich zugenommen!
Ich verspreche Ihnen: Mit Ihrer Legitimation werde ich mich dafür einsetzen, dass
Wewer trotz des Zentren- und Handelskonzeptes nicht auf den alten Dorfkern beschränkt wird und auch eine Ausweitung des Einzelhandels in andere Teile unseres Dorfes möglich ist,
Wewer im Neubaugebiet „Westlich des Delbrücker Weges“ eine gut durchdachte Infrastruktur bekommt.
Wewer mit seinem alten Dorfkern, dem Alten Hellweg und dem Delbrücker Weg nicht zu einer Mautumgehungsstraße für den Lastkraftverkehr wird,
Wewer auf längst überfällige Bauvorhaben wie zum Beispiel einer neuen Sporthalle nicht wieder mehr als 25 Jahre warten muss,
Wewer für alle Altersschichten auch in Zukunft attraktiv und lebenswert bleibt. Hierzu gehören gute Kinderbetreuungsplätze und Sportangebote für junge Familien ebenso wie kurze Einkaufswege und ausreichende ärztliche Versorgung für die ältere Bevölkerung. Wir müssen ein lebendiger Stadtteil sein und dürfen nicht zu einer Schlafstätte der arbeitenden Bevölkerung Paderborns werden,
Wewer durch den Ausbau der B1 den längst fälligen Lärmschutz erhält. In den aktiven Lärmschutz muss neben der bereits geplanten Lärmschutzwände entlang der B1 auch ein Lärmschutz auf der Brücke, die den Delbrücker Weg mit der Mülldeponie verbindet, miteinbezogen werden. Ebenso ist für eine sichere und gefahrlose Umbaumaßnahme der B1 zu sorgen. Gerade im Bereich Gut Warthe, wo die B1 sechs Meter abgesenkt werden soll, müssen aufgrund des niedrigen Grundwasserspiegels besondere Vorsichtsmaßnahmen vor dem Neubau getroffen werden,
Wewer nicht mehr länger „lästiges Anhängsel“ Paderborns bleibt, sondern aktiv und selbstbewusst seine Anliegen vorbringen und durchsetzen kann.
Der Stadtteil Wewer
Der Ortsteil Wewer liegt in hügeliger Landschaft etwa fünf Kilometer südwestlich von Paderborn. Hellwegraum und Paderborner Hochfläche treffen hier zusammen. Die Gemarkung hat eine Fläche von 16,88 qkm. Bis zur Komunalen Neugliederung gehörte Wewer zum Amt Kirchborchen mit Sitz in Nordborchen.
Die Weweraner führen ihre Geschichte auf das Jahr 835 zurück. In den älteren “Corveyer Traditionen”, Aufzeichnungen über Gutschenkungen an das Kloster Corvey, deren Entstehung zwischen 822 und 876 datiert wird, erscheint ein Ort namens Wawuri, das heutige Wewer. verschiedene Begleitumstände legen es nahe, den Zeitpunkt der Wawuri-Eintragung auf 835 zu fixieren.
Der nächste Hinweis auf Wewer, nun unter dem Namen Waveri, findet sich in der 12.Jahrhundert verfassten Lebensbeschreibung des Bischofs Meinwerk ( 1009 - 1036 ), der “vita Meinwerci”. Daraus geht hervor, dass Wewer sich nicht mehr im Besitz Corveys befand, sondern ein Lehen des Bischofs oder des Domkapitels war. Seit dem ausgegeangenen 12. Jahrhundert läßt sich ein Ministerialengeschlecht “von Wevere” nachweisen. Als es Mitte des 15. Jahrhunderts ausstarb, fiel das Gut Wewer an den Grundherrn, das Paderborner Domkapital zurück. Dieses vergab es 1449 an die Familie von Imbsen. Durch Einheirat, kam im frühen 16. Jahrhundert noch in die Familie von Brenken hinzu, so dass nun nebeneinander zwei Rittergüter, Wewer I und Wewer II, bestanden.
Die von Brenken bewohnten die sogenannte “alte Burg”, während sich die von Imbsen Ende des 17. Jahrhunderts in Wewer ein barockes Schloß errichten ließen. Erst nach dem Erlöschen der Familie von Imbsen im Mannesstamme 1840 wurde der Besitz durch die von Brenken wieder zusammengeführt. Über die Frühzeit der Pfarrei Wewer liegen kaum Erkenntnisse vor. Vermutlich gab es schon zur Zeit Meinwerks eine Pfarrkirche. Für 1231 ist die Zugehörigkeit Wewers zum Archidiakonat des Domprobstes bezeugt. Im 19. Jahrhundert wurde die alte Kirche St. Johannes Baptist, in deren Turm Überreste von Ausmalungen des 14. Jahrhunderts erhalten sind, gravierenden baulichen Eingriffen unterzogen. 1846 erhielt das Schiff der Kirche zunächst einen Erweiterungsbau. 1884/85 mußte die Kirche wegen Baufälligkeiten einem Neubau weichen, lediglich der Turm blieb, allerdings in stark veränderter Form, erhalten.
Die Einwohner Wewers lebten bis zum 19.Jahrhundert zum größten Teil von der Landwirtschaft. Hinzu kamen einige am dörflichen Bedarf orientierte Handwerker, Händler und Gewerbebetreibende. Einen bedeutenden Nebenerwerbszweig bildete der Obstanbau und insbesondere der Verkauf gedörrter Zwetschen. Der Entwicklung einer bäuerlichen Landwirtschaft waren dadurch Grenzen gezogen, da sich der größte Teil der Ackerflächen und Waldungen im Eigentum des Freiherrn von Brenken befanden. Viele Weweraner konnten also nur als Tagelöhner oder Gesinde ihr Auskommen finden.
So verwundert es auch nicht, dass nach Ferigstellung der über Wewer führenden Eisenbahnstrecke Paderborn-Büren-Brilon im Jahre 1898 viele Weweraner die günstige Verkehrsanbindung wahrnahmen und sich in Paderborn einen Arbeitsplatz suchten, vorzugsweise bei der Eisenbahn. Wewer wurde zu einem Bauern- und Eisenbahnerdorf.
Die Einwohnerzahl Wewers stieg zwischen 1818 und 1895 von 857 auf 1.047, bis 1940 auf knapp 1.700 Personen an. Die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs mit Flüchtlingen, Evakuierten und Vertriebenen ließen die Einwohnerzahl kurzfristig bis auf 3.500 Personen hochschnellen. Obwohl die Situation sich alsbald wieder einigermaßen normalisierte, bestand doch ein erheblicher Bedarf an Siedlungsflächen, dem die Gemeinde seit Ende der 1940er Jahre durch Ausweisung neuer Baugebiete Rechnung trug. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre war Wewer auf etwa 3.100 Einwohner angewachsen und die größte Gemeinde des Amtes Kirchborchen.
In der Diskussion um die sich allmählich abzeichnende kommunale Neugliederung hatte Wewer die Wahl zwischen einer künftigen Großgemeinde Borchen und einem Anschluß an Paderborn. Im Interesse eines kontinuierlichen Ausbaus der gemeindlichen Infrastruktur entschieden sich die Weweraner im Februar 1969 in einer Bürgerbefragung mit mehr als 76% der abgegebenen Stimmen für den sofortigen Anschluß an Paderborn. Die in den seinerzeitigen Verhandlungen mit der Stadt Paderborn geäußerte Hoffnung und Erwartung, “ in einer Reihe von Jahren die Einwohnerzahl von 5000 zu erreichen”, ist von der Realität längst überholt. Mitlerweile hat Wewer mehr als 6.100 Einwohner.
Quelle: Das Hochstift Paderborn “Porträt einer Region”
Bevölkerung im Stadtteil Wewer 2003 |
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| Anzahl | Prozent | |
| Einwohner | 6.182 | |
| männlich | 3.070 | 49,70% |
| weiblich | 3.112 | 50,30% |
| Ausländer | 182 | 2,90% |
| Italien | 42 | 23,10% |
| Türkei | 22 | 12,10% |
| übrige | 118 | 64,80% |
| Spätaussiedler | 235 | 3,80% |
| Polen | 58 | 24,70% |
| ehem. UdSSR | 177 | 75,30% |
| nach Alter | ||
| 0 - 2 | 191 | 3,10% |
| 3 - 5 | 207 | 3,30% |
| 6 - 9 | 289 | 4,70% |
| 10 - 13 | 318 | 5,10% |
| 14 - 17 | 315 | 5,10% |
| 18 - 29 | 854 | 13,80% |
| 30 - 44 | 1.554 | 25,10% |
| 45 - 64 | 1.588 | 25,70% |
| 65 - | 866 | 14,00% |
| nach Religion | ||
| katholisch | 4.221 | 68,30% |
| evangelisch | 1.034 | 16,70% |
| andere und ohne | 927 | 15,00% |
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